Dienstag, 11. märz 2008
Ich habe es hier im Blog ja schon öfter geschrieben, Diätpillen und andere Wundermittel sind alles andere als empfehlenswert. Die Zeitschrift Brigitte weist in diesem Zusammenhang auf einen Schlnkheitsmittel-Test der Stiftung Warentest hin:

Stiftung Warentest hat Schlankmacher aus dem Internet überprüft. Das Ergebnis: Keines der Mittel können die Tester empfehlen. Im Gegenteil: Die meisten Pillen sind sogar gefährlich für die Gesundheit.

Es klingt verlockend. Und es ist so einfach: Ein paar Klicks im Internet, ein Postbote, der ein Päckchen mit Pillen vorbeibringt und dann soll er wahr werden, der Traum von der Bikini-Figur.

Doch aus dem Traum kann schnell ein Alptraum werden: Dann, wenn Diätpillen Schweißausbrüche, Herzrasen und Depressionen verursachen - statt die Kilos schmelzen zu lassen.

Die Stiftung Warentest hat 16 Schlankheitsmittel (Wert bis 152 Euro) aus dem Internet im Labor überprüft.

Hier die wichtigsten Ergebnisse:


 

  • Fast alle getesteten Mittel (13 von 16) sind gesundheitsgefährdend

  • Inhaltsstoffe wurden teilweise falsch oder gar nicht angegeben

  • Vorsicht vor Fatburnern: In dem Schlankmacher "ThermoGenesis" waren beispielsweise 20 Milligramm Ephedrin und 340 Milligramm Koffein enthalten. Ephedrin ist in Deutschland verschreibungspflichtig. Zu den Nebenwirkungen gehören Herzrhythmus-Störungen und Blutdruckanstieg. Außerdem macht der Wirkstoff abhängig. Die empfohlene Tagesdosis von zwei Kapseln entspricht etwa zehn Tassen Kaffee. Ähnliches gilt für "Dyma-Burn Xtreme".

 


 

  • Satt durch Pillen: Der Appetitzügler Sibutramin wird oft heimlich eingesetzt, zum Beispiel in den vier Schlankheitsmitteln von "Lida". Der Hersteller beruft sich auf chinesische Traditionen, die Mittel sind angeblich rein pflanzlich. In Wirklichkeit sind sie gefährlich. Sibutramin kann bereits bei geringer Dosis zu Herzrasen und erhöhtem Blutdruck führen.

 


 

  • Anti-Fett-Pille: Die neue Diätpille "Acomplia" ist in Deutschland rezeptpflichtig. Im Internet bekommt man sie auch ohne Rezept. Der Wirkstoff Rimonabant soll den Hunger dämpfen, kann aber auch Depressionen und Angst hervorrufen. (» Hier gibt es weitere Infos zu Acomplia)

  • Werden solche Mittel gekauft? Stiftung Warentest fragte nach. 3000 Nutzer beteiligten sich an der Online-Umfrage. Das Ergebnis: 14 Prozent haben die getesteten oder ähnlich zusammen gesetzte Pillen bereits ausprobiert. Einige berichteten von Ess-Störungen und Herz-Kreislauf-Problemen.

  • Und wie wird man nun schlank? "Mehr bewegen, besser essen" rät die Stiftung Warentest. Dabei können wir helfen: Mit der » BRIGITTE-Diät und dem » BRIGITTE-Diät-Coach. (Tipp: In der nächsten BRIGITTE (Heft 9, ab 11. April am Kiosk) gibt es viele neue Frühlings-Diätrezepte.)

 


» Weitere Informationen zur Studie

Die komplette Studie gibt es bei Stiftung Warentest als » Download (Kosten: 1 Euro)

 


Text: mhe
Fotos: Stiftung Warentest, photocase
Artikel vom 02. April 2007

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Dienstag, 11. märz 2008

 

Titelbild Ernährung im Fokus 2/2008

 

Nahrungsergänzungsmittel und diätische Lebensmittel

Durch den Forschungsfortschritt im Bereich der Ernährungswissenschaften und der Medizin wird die rechtliche Abgrenzung von Lebensmitteln und Arzneimitteln immer schwieriger. Diese ist aber von enormer Wichtigkeit, da die beiden Produktgruppen grundlegend verschiedenen Rechtsnormen unterliegen, die sehr spezifische Anforderungen an Hersteller und Inverkehrbringer stellen. Mehr dazu lesen Sie in der neuen Ausgabe von "Ernährung im Fokus".

(mehr... kostenlos als pdf)

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Dienstag, 11. märz 2008

Stell dich doch mal in deiner ganz normalen "Ich-bin-eben-von-der-Arbeit-nach-Hause-gekommen"-Haltung vor den Spiegel (mal wieder...). Und wie schaut's aus? Hängeschultern, Hohlkreuz, Bauch wölbt sich nach vorn, müder Blick, die Mundwinkel hängen genauso wie die Schultern... entsprechend die Ausstrahlung, oh, oh.

Das wollen wir doch mal ein bisschen pimpen, ist auch gar nicht schwer. 

Stehenbleiben, Füße hüftbreit auseinander, Knie locker. Einatmen, dabei die Arme seilich heben und über den Kopf ziehen und beim Ausatmen wieder runternehmen. Mach das zwei-, dreimal.

Zuerst die Schultern: Im Wechsel vor- und zurückziehe, dabei nach vorne aus und nach hinten einatmen. Mach die Bewegung anfangs ganz "groß" und lass sie mit den Wiedeholungen immer "kleiner" werden, bis die Schultern schließlich genau in der Mitte stehen. So bleiben, nachspüren, merken...

Dann das gleiche mit dem Becken: nach hinten und vorne kippen, dabei ausatmen, wenn der Nabel nach hinten und das Steissbein Richtung Nabel gezogen wird, einatmen bei der Gegenbewegung. Darauf achten, dass die Schulten mittig und die Knie locker bleiben. Wieder "groß" anfangen, immer "kleiner" werden und in der Mitte bleiben...


Zum Schluß noch die Füße: Abwechselnd Fersen und Fußballen vom Boder lösen, Schultern und Becken in der Mitte, Knie locker. Schwierig? Ok, bisschen wackelig - auch hier wieder immer "kleinere" Bewegungen machen, bis das Körpergewicht auf den Fersen, dem Außenballen und dem Großzehengrundgelenk ruht.


Und jetzt? Du steht doch noch vor dem Spiegel... schau Dich an - und schenk Dir ein Lächeln :-)

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Montag, 10. märz 2008
lippen.jpg
Kletterhalle, 20 Minuten nach Öffnung.Ich bin fertig mit Aufwärmen, und bevor ich den Gurt anziehe, will ich nochmal auf's Klo. Müsste zwar nicht unbedingt sein, ist aber wesentlich weniger umständlich als wenn das Ding schon dran ist.

Au weia, Riesenandrang auf der Damentoilette, die einzige Männer-Kabine ist besetzt. Also beschließe ich, erst noch einen Runde zu bouldern (da braucht man keinen Gurt, höchstens eine Häkelmütze, und die stört ja nicht, wenn man pinkeln geht), denn aus den Geräuschen aus der Männer-Kabine schließe ich, dass es nicht empfehlenswert ist, da gleich als nächster reinzugehen...

Aber hey, die Damentoilette ist ja frei - die Mädels stehen alle am Waschbecken vor dem Spiegel und sind eifrig am Schminken! Das ist jetzt etwas, was ich gar nicht verstehe. Wenn ich zum Sport gehe, will ich mich anstrengen und schwitzen, da finde ich Farbe im Gesicht ziemlich unangebracht. Beim kletten landet höchstens mal etwas Weiß vom Chalk auf der Backe. Kann mir aber eigentlich egal oder sogar recht sein, weil ich doch gleich auf's Klo konnte.

In der Halle hab' ich dann gemerkt, dass Schwitzen für diese Mädels gar kein Thema ist. Die führen ihre schicken Tops vor und tragen die coolsten Kletterhosen, aber an der Wand sieht man sie kaum, und wenn, dann ist nach spätestens fünf Metern Schluss. Aber es braucht natürlich auch jemanden, der die oberkörperfreien Jungs bewundert... obwohl, da schau ich auch gern hin, aber nur, wenn sie auch entschrechend gut klettern ;-) Will schließlich noch was lernen...
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Montag, 10. märz 2008
Orthorexia nervosa - die "neue" Essstörung

In den letzten Jahren wird neben den klassischen Essstörungen Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und der Binge-Eating-Störung zunehmend über eine neue Essstörung, die Orthorexia nervosa, berichtet. Orthorexie leitet sich ab von „orthos“ richtig, gerade, korrekt sowie von „orexis“ Appetit und bedeutet „besessen vom gesunden Essen“ oder auch „krankhaftes Gesundessen“. Die Betroffenen stehen unter dem krankhaften Zwang, sich gesund ernähren zu müssen, wobei der Begriff der Gesundheit immer enger gezogen wird.

 

der gesundheitliche Wert der Speisen ist wichtiger als das Essvergnügen;

bestimmte mit ausgeprägtem Genuss verbundene (Lieblings-)Speisen werden nicht mehr gegessen, weil andere Lebensmittel besser, sprich „gesünder“ sind;

die Zahl der Lebensmittel, die gegessen werden, sinkt kontinuierlich; umfasst schließlich nur noch sehr wenige Lebensmittelgruppen wie Obst und Gemüse;

man fühlt Frieden und ein Gefühl der totalen Selbstkontrolle, wenn man ausschließlich gesund isst;

dieses Essverhalten führt zu gesellschaftlicher Isolation;

man verbringt am Tag längere Zeit damit, über gesunde Lebensmittel nachzudenken;


Die Gründe und Auslöser des orthorektischen Verhaltens sind nur bedingt bekannt und dürften individuell unterschiedlich sein. Es wir vermutet, dass hinter der Orthorexie der Wunsch nach kompletter Kontrolle über das Leben, die Suche nach Spiritualtät in der Küche, Lebensmittel-Puritanismus, Identitätssuche und/oder die Angst vor andere Menschen steht.

er
Bratman-Test für Orthorexie

Entsprechend der Charakteristika wurden folgende Testfragen zusammengestellt:

Denken Sie mehr als 3 Stunden am Tag über Ihre Ernährung nach?

Planen Sie Ihre Mahlzeiten mehrere Tage im Voraus?

Ist Ihnen der ernährungsphysiologische Wert Ihrer Mahlzeit wichtiger als die Freude an deren Verzehr?

Hat die Steigerung der angenommenen Lebensmittelqualität zu einer Minderung Ihrer Lebensqualität geführt?

Sind Sie in letzter Zeit mit sich strenger geworden?

Steigert sich Ihr Selbstwertgefühl durch gesunde Ernährung?

Verzichten Sie auf Lebensmittel, die Sie früher gerne gegessen haben, um nun richtige“ Lebensmittel zu essen?

Haben Sie durch Ihre Essensgewohnheiten Probleme auszugehen und distanzieren Sie sich dadurch von Freunden und Familie?

Fühlen Sie sich schuldig, wenn Sie von Ihrer Diät abweichen?

Fühlen Sie sich glücklich und unter Kontrolle, wenn Sie sich gesund ernähren?


Eine Gefährdung für orthorektisches Verhalten findet sich einerseits häufig bei Menschen, die beruflich mit (gesunder) Ernährung zu tun haben, andererseits kann es in vielen Fällen als Versuch, eine schwere Essstörung zu bewältigen, gewertet werden.



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Sonntag, 9. märz 2008

Über die CMA kann man geteilter Meinung sein... trotzdem - es gibt ein paar wirklich interessante Angebote und Aktionen, gerade im Bereich Kinder und Schule, nur mal ein Beispiel (mehr: http://www.cma-marketing.de/content/ueber_die_cma/ueber-die-cma.php):


Einer schmeckt immer: Genussschule für Kinder

Genussschule für Kinder„Natürliche Lebensmittel erleben“ lautet das Motto der Genussschule für Kinder auf Hamburgs großem Gourmet-Fest „Hamburg verwöhnt“. Von Montag, den 28. August, bis Freitag, den 1. September 2006, zeigten Kochprofis aus der Gastronomiebranche den kleinen Feinschmeckern, wie groß die Geschmacksvielfalt an frischen Lebensmitteln in Bio-Qualität ist.

In der „Gläsernen Küche“ im Aktionszelt „Ausbildung live“ auf dem Hamburger Rathausplatz konnten die Kinder täglich von 10 bis 13 Uhr mit den Gourmetprofis in den Töpfen rühren und dabei lernen, was natürliche Produkte und eine ausgewogene Ernährung auszeichnet.


„Wir wollen die Kinder für die Besonderheiten von ökologischen und frischen Produkten sensibilisieren“, erklärt Ctefan Wohlfeil, Präsident des Verbands der Köche Deutschlands e.V. (VKD). Zusammen mit der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt initiiert der VKD die Genussschule im Rahmen der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“. Viele Kinder wüssten heute gar nicht mehr, wie ein Apfel oder ein Brot ursprünglich schmecken, meint Wohlfeil: „Die Gründe sind zum einen mit künstlichen Aromastoffen versehene Produkte, die ihren natürlichen Eigengeschmack verloren haben. Zum anderen ist es eine zu einseitige Ernährung mit Fertigprodukten und Snacks, die auf die Schnelle zwischendurch gegessen werden. In unserer Genussschule entdecken die Kinder den natürlichen Geschmack der Produkte. Indem sie den Unterschied erkennen, sind sie auf dem besten Weg, künftig selbst auf eine ausgewogene Ernährung zu achten.
 



Bio-Apfelboxen für den Geschmackstest zu Hause
Bioko - das Bio-Maskottchen für KinderWie unterschiedlich ein Produkt schmecken, riechen und sich anfühlen kann, erfahren die Kinder bei einer Bio-Apfel-Verkostung. Nach der Devise „Einer schmeckt immer“ sollen die kleinen Gourmets die Vielzahl an Geschmacksvariationen von süß bis säuerlich mit allen Sinnen erleben.
Welcher Apfelgeschmack bei den Kindern das Rennen macht, können sie auch noch zu Hause testen. Denn jeder Mini-Koch erhält im Anschluss an die Genussschule eine Bio-Apfelbox mit drei Äpfeln unterschiedlicher Geschmacksrichtungen: süß, süßsäuerlich und säuerlich.

Unterstützt wird die Aktion von der CMA Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH im Rahmen ihrer Kampagne „Bio. Mir zuliebe“ und dem nabuko Bio Großverbraucher-Service. Um Kindern Lust auf eine gesunde Ernährung mit Bio-Produkten zu machen, hat die CMA das Maskottchen BioKo – eine im modernen Mangastil gezeichnete Comicfigur – entwickelt. Die BioKo, die auch auf den Apfelboxen abgebildet ist, soll den Kindern die coole und leckere Seite von Bio vermitteln.

Schulcaterer und Kantinenverantwortliche, die in ihren Schulmensen die Kinder auf den Bio-Geschmack bringen möchten, können auf der Internetseite www.bio-mirzuliebe.de das BioKo-Schulpaket bestellen. Es besteht aus Dekorations- und Infomaterial rund um Bio und BioKo, dem coolen Maskottchen der Schulaktion. Mehr Informationen rund um den erfolgreichen Einsatz von Bio-Produkten in der Außer-Haus-Verpflegung gibt es ebenfalls auf www.bio-mirzuliebe.de.
 

Quelle: www.cma.de
 
 
 
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Samstag, 8. märz 2008


(AK Jodmangel) Jodmangelbedingte Schilddrüsenkrankheiten zählen zu den 15 häufigsten Diagnosen bei Allgemeinmedizinern und Internisten. Der gesamtdeutsche Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS-Studie1) zeigt zwar, dass sich bei den Kindern die Jodversorgung verbesserte, was auf eine breite Verwendung von Jodsalz zurückzuführen ist. Eine optimale Jodversorgung der Gesamtbevölkerung ist jedoch noch lange nicht erreicht.

So zeigt die KiGGS-Studie auf, dass nach wie vor etwa 40 % der Kinder und Jugendlichen noch nicht ausreichend mit Jod versorgt sind. Bei 30 % ist die Schilddrüse vergrößert. Laut der Schilddrüsen-Initiative Papillon2, haben ein Drittel aller Erwerbstätigen in Deutschland infolge Jodmangels eine vergrößerte Schilddrüse bzw. Knoten. Der Berufsverband der Frauenärzte gibt an, dass jährlich 6.000 Babies mit einer Schilddrüsenvergrößerung geboren werden.

Professor Peter C. SCRIBA, Sprecher des Arbeitskreises Jodmangel, appelliert deshalb, sich nicht auf ersten Anzeichen von Versorgungsverbesserungen auszuruhen. In der Lebensmittelindustrie ist die Verwendung von Jodsalz seit etwa drei Jahren rückläufig. Hier beträgt der Jodsalzanteil nur noch 29 % – gegenüber 35 % im Jahr 2004. Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert hingegen als Ziel 90 %.

Da die Jodsalzverwendung in den Privathaushalten (Haushaltsgebinde) nicht ausreicht, um die Jodversorgung der Bevölkerung insgesamt zu verbessern, ist es wichtig, die Verwendung von Jodsalz in der Lebensmittelwirtschaft weiter auszubauen.

Mit einem breiten Informationsangebot unterstützt der Arbeitskreis Jodmangel Fach- und Beratungskräfte bei der Aufklärung. Auf www.jodmangel.de kann das gesamte Informationsmaterial unter der Rubrik „Bestellungen“ kostenlos angefordert werden.
Quelle: Arbeitskreis Jodmangel, Oberlindau 80-82, 60323 Frankfurt am Main, www.jodmangel.de  
1 www.kiggs.de/experten/downloads/Basispublikation/Thamm_Jod.pdf
2 Schilddrüsen-Initiative Papillo, 10898 Berlin, www.schilddruese.de (07.03.08)

Quelle: http://www.ernaehrungs-umschau.de/news/

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Samstag, 8. märz 2008
Von Sybille Schrödter

Kennen Sie das Geheimnis der Folsäure? Nein? Na, das ist eine Bildungslücke. Folsäure ist dieses Vitamin der B-Gruppe im Brokkoli, das so furchtbar gesund ist. Auf die Haut aufgetragen ...

soll das nun quasi verjüngend wirken. Also nicht der Brokkoli, sondern die Säure in Cremeform. Warum ich mich plötzlich für Anti-Aging oder, wie ich es neulich in einer Anzeige gelesen habe, Pro-Youthing-Cremes interessiere? Es hat ganz harmlos angefangen. "Du siehst toll aus", sagte vor vier Wochen eine an die zehn Jahre ältere Freundin zu mir. Das ging mir natürlich runter wie Butter. Doch dann fügte sie lächelnd hinzu: "Und wenn du dir dann noch die Augen machen lässt ..."
/* */

Ich glaube, ich quälte mir ein: "In zehn Jahren vielleicht!" heraus. Die Augen machen lassen? Unter uns, vor einiger Zeit habe ich noch gar nicht gewusst, was das so genau bedeutet. Inzwischen kenne ich sogar den Unterschied zwischen Schnippeln und Lasern. Weder noch, dachte ich entschieden.

Ich liebe meine Falten! Mein Spiegel war ganz anderer Meinung. "Hängelider, Hängelider!", raunte ein kleines Teufelchen. Und plötzlich sah ich meine Freundin vor meinem inneren Auge auftauchen. Nicht die, die mir geraten hatte, ich sollte sie machen lassen. Sondern eine andere, bei der bereits geschnippelt wurde. Bei ihr hing nichts mehr. Ungelogen!

Na und? Ich redete mir gut zu, meine Falten liebevoll als Teil von mir anzunehmen. Doch Tags darauf fiel mir in der Drogerie eine Creme ins Auge, die versprach, sie mit Folsäure garantiert wieder glatt zu bügeln. Sollte ich zugreifen? Wegen Sharon Stone wissen wir Frauen doch, dass es so etwas geben muss wie ein Wunderprodukt. Aber was war das? Neben der Folsäurecreme stand im Regal eine mit Vitamin C (aus den Orangen) und noch eine weitere mit dem Amino-Peptid-Komplex (den man sonst nur aus der Sportlernahrung kennt). Welche sollte ich nehmen? Ich ging auf Nummer sicher und benutzte alle auf einmal, und siehe da: Die Falten schwanden! Das glaubte ich jedenfalls - bis meine Mutter bei einem ihrer Besuche einen Blick in meinen Giftschrank warf. "Kannst du vergessen, Kind", sagte sie. "Gegen Schlupflider ist noch kein Brokkoli gewachsen!" Danke, Mama!
 
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Freitag, 7. märz 2008
(ugb) Jahr für Jahr geben die Deutschen für Vitaminpräparate, Mineralstofftabletten, Pflanzenextrakte und andere Nahrungsergänzungsmittel mehr als 1 Mill. € aus. Etwa jeder dritte Bundesbürger kauft solche Präparate. Sie nehmen Zink, um das Immunsystem zu stärken, Carnitin zum Abnehmen, Aminosäuren um die Muskeln zu stählen oder Q10-Kapseln für ein längeres Leben. Doch die Werbeversprechen der Hersteller sind oft nicht nur überzogen, sondern zum Teil sogar illegal. Viele Produkte auf dem Markt bewegen sich in einer Grauzone.

Um langwierige Verfahren für die Zulassung als Arzneimittel zu umgehen, kommen einige Mittel einfach als Nahrungsergänzungen in den Handel. Oder die Anbieter vertreiben die Produkte aus dem Ausland über das Internet, um der Strafverfolgung aus dem Weg zu gehen. Bestenfalls sind die Präparate wirkungslos, schlimmstenfalls können überdosierte Nährstoffe gesundheitsschädliche Nebenwirkungen hervorrufen.

Wie Nahrungsergänzungen im Einzelnen zu bewerten sind, welche Folgen Überdosierungen haben können oder ob bei Kindern und älteren Menschen vielleicht doch ein Mangel besteht, kann im UGB-FORUM mit dem Schwerpunktthema Nahrungsergänzungen: Gesünder mit Pillen und Pulver? nachgelesen werden. Hintergrundartikel vergleichen die Wirkung künstlicher und synthetischer Nährstoffe, decken unseriöse Werbeversprechen auf und nehmen die Anreicherung von Kinderlebensmitteln mit Vitaminen unter die Lupe. Das Heft ist zum Preis von 8,- € (zzgl. Versand) online zu bestellen unter ugb.de - Nahrungsergänzungen  (Stichwortsuche, Buchstabe N) oder direkt beim Herausgeber: UGB-Verlag, Sandusweg 3, D-35435 Wettenberg/Gießen. (05.03.08)

Quelle: http://www.ernaehrungs-umschau.de/news/

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Freitag, 7. märz 2008
Übungsleiter-Alltag: Schulturnhalle ohne "gescheite" Musikanlage und Spiegel. Der CD-Player ist schon grenzwertig, aber wenn die Gruppe nicht allzu groß ist und man nicht unbedingt etwas macht, wobei ein entsprechender Sound in der entsprechenden Lautstärke (Aerobic, Step, TaeBo oder so) nötig ist, geht das schon.

Über die nicht vorhandenen Spiegel kann ich mich schon viel mehr ärgern, gerade weil es in den eher ruhigen Gymnastik-Kursen schon sehr auf die richtige Übungsausführung ankommt. Inwieweit ein Spiegel da hilft, habe ich schon mal geschrieben. Natürlich hat man in so einer Trainingsstunde einen Übungleiter, der die Teilnehmer korrigieren kann. Erstmal in die Runde schauen, die Fehler anprechen und nochmal sagen und zeigen, wie's richtig geht. Da reageiren dann schon einige, ein paar andere aber noch nicht. Also geht man zu den einzelnen hin, sagt und zeigt wieder. Mit etwas Glück klapp's dann... 

Viel simpler und effektiver ist es, einfach mal Hand anzulegen und den Betreffenden in die Bewegung oder Position hineinzuführen, so bekommt er schnell ein Gefühl für die richtige Ausführung. Aber genau da liegt das Problem: viele Leute darf man nicht anfassen, zumindest nicht als Übungsleiter oder Trainer,  Physiotherapeuten und Masseure dürfen das schon...  Warum eigentlich? Schlechte Erfahrungen kann man wahrscheinlich ausschließen, die haben sich nämlich noch nie bein Sport anfassen lassen, entsprechend sind Partnerübungen tabu. Liegt die Angst vor Berührung in mangelndem Körperbewusstsein, Selbstbewusstsein oder mögen die sich selbst nicht? Was auch immer, da müssen wir uns halt weiter den Mund fransig reden.

Im Blog Lebensgestaltung heißt es, Männer tun sich schwer mit der Entspannung. Angefasst zu werden und selbst andere anzufassen, scheint mir dagegen eher ein Frauenproblem zu sein.

Genau wie beim Training allein zu Hause, wäre hier ein Spiegel sehr hiflreich. Für die Teilnehmer, die dann auch sehen (und nicht nur gesagt bekommen), was sie falsch machen -  und für den Übungsleiter, der kann  seine Stimme schonen ;-)

Schön, das ich auch Fitness-Gruppen habe, bei denen anfassen und  angefasst werden kein Problem ist.
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