(transfair) Fair gehandelte Produkte sind zunehmend gefragt. Ihr Absatz stieg im Jahr 2007 um 33 % auf 24.000 t. So wurden im letzten Jahr 13.600 t
Fairtrade-Bananen verspeist, ein Plus von fast 40 %. Der Absatz von Kaffee stieg um 10 % auf 4.350 t und mit 191 t wurde rund ein Fünftel mehr Tee vermarktet. Außerdem wurden in
Deutschland 2,5 Mio. l Fruchtsaft getrunken (+ 23 %). Auch die Nachfrage nach Wein (+ 36 %) und Schokolade (+ 25 %) ist gestiegen.
Das Angebot an Fairtrade-Produkten wird ständig erweitert. Neu hinzugekommen sind Zucker, Eiscreme, Kekse und Jeans. Von diesem Erfolg der fair gehandelten Produkte profitieren laut
Trans-Fair insbesondere die zertifizierten Organisationen der Produzenten in Afrika, Asien und Lateinamerika, die allein über den deutschen Markt mehr als 21,5 Mio. € Direkteinnahmen erhalten
haben. Die Einnahmen ermöglichen den Partnerorganisationen ihre nachhaltigen Anbaumethoden weiterzuentwickeln. Damit wird auch ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssicherheit und Artenvielfalt
geleistet.
Hintergrund:
Als unabhängige Siegel-Initiative handelt TransFair e. V. nicht selbst mit Waren, sondern vergibt
sein Siegel für fair gehandelte Produkte. Die Vergabe des Siegels ist an verschiedene ökologische und soziale Kriterien geknüpft. Dazu zählen faire Preise für die Erzeuger und ein nachhaltiger
Anbau. Auch der Verzicht auf Kinderarbeit gehört dazu.
TransFair wird von 35 Mitgliedsorganisationen unterstützt. Derzeit bieten in Deutschland 110 Lizenznehmer rund 800 Fairtrade-Produkte wie Kaffee, Tee, Schokolade,
Kekse, Kakao, Honig, Bananen, Fruchtsäfte, Eistees, Wein, Sportbälle, Reis, Rosen und seit neuestem Textilien aus Fairtrade-Baumwolle an.
Weitere Informationen: www.transfair.org
(20.06.08)
Bild: Transfair
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Patienten mi Nahrungsmittelallergien sind für Ernährungsberater eigentlich
eine feine Sache. Kein "Schau endlich, dass du den Hintern hochkriegst und dich bewegst..." wie bei denen, die abnehmen sollen. Kein "Ich kann nur raten, mal einen Psychologen..." wie bei Essgestörten. Über fehlende Motiavation kann man sich normalerweise auch nicht beklagen.
Stattdessen die Vorgabe "Das sind die Allergene" (sofern man nicht an der Diagnose beteiligt ist,
aber das sind in der Regel die Kollegen an den Kliniken), bring dem Patienten bei, wie er sie meidet und was er tun muss, um dabei einem Nährstoffmangel vozubeugen. Welche Diagnose-Methoden dabei
angewendet werden, findet man z.B. in der Ernährungs Umschau (03/2007).
Allergien sind IgE-vermittelte Reaktionen (s. Links). Nun kann man das Blut aber auch auf IgG testen, was der Patient selber zahlen muss, und ihm dann mitteilen, auf welche Lebensmittel sein
Körper denn in welchem Ausmass mit IgG-Bildung reagiert und das ganze dann irgendwie mit Allergie und Vermeidungs-Empfehlungen verwursteln.
Dr. Imke Reese schreibt in o.a. Artikel dazu folgendes:
"Unseriöse Testverfahren
In den letzten Jahren haben Anbieter unseriöser allergologischer Testverfahren den Markt überschwemmt. Insbesondere IgG-Tests werden damit beworben,
gerade auch bei nicht-allergischen Reaktionsformen die Auslöser schnell und unkompliziert im Blut zu identifizieren. Scheinbar positive Befunde dieser Testverfahren lassen sich leicht erklären,
wenn man sich verdeutlicht, warum der Organismus IgGAntikörper bildet. Es sind seine Gedächtniszellen, die ihn daran erinnern, dass er das entsprechende Lebensmittel toleriert. Folglich lassen
sich bei allen Menschen IgG-Antikörper finden, vor allem gegenüber häufig verzehrten Lebensmitteln. Bei der Umsetzung der angeblich notwendigen Diätempfehlungen werden die Betroffenen dann leider
in der Regel allein gelassen. Ihre Beschwerden verschwinden nicht wirklich – denn eine fundierte Diagnostik hat nicht stattgefunden – und hinzu kommt ein deutlich gestiegener Leidensdruck durch
die zu umfangreichen Meidungsempfehlungen."
Aha... Und da macht sich Frau Dipl.oec.troph. dann so ihre Gedanken, wenn ein Arzt bei der Patientin - Flugbegleiterin, Langstrecke, Südost-Asien uns so, aber danach hat er wohl gar nicht erst
gefragt - als allererstes wegen ihrer Magen-Darm-Beschwerden mal so einen IgG-Test machen lässt. Ergebnis: multiple Nahrungsmittelunverträglichkeit... natürlich bei den Lebensmitteln, die sie
bevorzugt isst...
Mir, der Patientin selbst und anderen auch (danke an Jogi und Sascha :-), daher die
Frage per Mail) - wären da schon ein paar andere Ursachen eingefallen...
Übrigens... es wird auch versprochen, dass man mit Hilfe solcher Tests auch abnehmen kann, wenn
sonst gar nichts hilft...
Wer jetzt hier irgendwo den Link zu einem Testanbieter erwartet hat, bitte selber suchen ;-)
von équilibriste
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Donnerstag, 19. juni 2008
Stress haben ist was anderes als im Stress oder gestresst sein... Richtig???
von équilibriste
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Donnerstag, 19. juni 2008
Noch ein Video der Aktion für mehr Selbstwertgefühl
In dieser geballten Form finde ich das ganz schön heftig...
von équilibriste
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(rki) Deutschland nimmt beim Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Etwa 22 % der 18–59 Jahre alten Erwachsenen trinken Alkohol in einem
Ausmaß, in dem auf Dauer physische, psychische und soziale Schäden zu erwarten sind. Der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen - von Eltern häufig unterschätzt - hat in den vergangenen
Jahren deutlich zugenommen.
Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen ist das Thema des neuen Hefts 40 der Gesundheitsberichterstattung. Die Veröffentlichung gibt auf gut 30 Seiten einen Überblick über Konsummuster,
alkoholbezogene Störungen und Sterbefälle sowie ökonomische Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs. Darüber hinaus werden Therapiemöglichkeiten, präventive Maßnahmen und Forschungsperspektiven
diskutiert.
Mit einem jährlichen Konsum von 10,2 l Reinalkohol pro Person (das entspricht etwa 100 l Wein oder 200 l Bier) stand Deutschland 2003 auf Platz 5 der weltweiten Rangreihe. Eine tägliche
Trinkmenge bis 20 g Reinalkohol bei Frauen und 30 g bei Männern wird als risikoarm bezeichnet. Einen Grenzwert für risikolosen oder harmlosen Alkoholkonsum gibt es nicht.
Geschätzte 1,6 Mio. Erwachsene waren 1997 in Deutschland alkoholabhängig. Alkohol stellt nach Tabak und Bluthochdruck die dritthäufigste Ursache für verlorene Lebensjahre dar.
Das GBE-Heft Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen kann schriftlich kostenlos bestellt werden beim Robert Koch-Institut (Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de) und ist im Internet unter http://www.rki.de/ abrufbar.
(18.06.08)
von équilibriste
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