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17. Januar 2008 4 17 /01 /Januar /2008 06:19
Keine Frage: Essen erfüllt einen Zweck, ist eine sinnvolle Tätigkeit. Wer sich sinnvoll ernährt, gibt dem Körper alles, was er braucht, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Darüber hinaus ist Essen auch eine sinnliche Tätigkeit. Geruch, Geschmack und Aussehen spielen eine entscheidende Rolle für die Nahrungsauswahl. Wenn etwas nicht gut riecht, schmeckt oder aussieht, werden wir es allenfalls mit Widerwillen essen – und wenn es noch so gesund sein soll. Ursprünglich diente das dem Schutz vor verdorbenem Essen; heute gibt es das Mindesthaltbarkeitsdatum.
 

 

Klar, dass nicht jedem das gleiche gleich gut schmeckt. Die Geschmäcker entwickeln sich individuell verschieden. Süß mögen wir von Anfang an, die Muttermilch schmeckt süß. Danach spielen familäre Gewohnheiten und die Gewöhnung an bestimmte Geschmacksrichtungen eine Rolle. Durch übermäßig gewürzte oder süße Speisen kann die Geschmacksschwelle nach oben verschoben werden, die Geschmacksempfindlichkeit stumpft ab. Diesen Vorgang kann man wieder umkehren. Nach 10 bis max. 40 Tagen ohne Nachsalzen und Nachzuckern wird die Schwelle wieder herabgesetzt. Man kann so die Wahrnehmung der Geschmacksnerven schulen. Obst-, Reis- oder Saftfastentage können den Einstig in das Verfeinerungsprogramm erleichtern.
 

 

Dass der Geruchssinn dabei eine entscheidende Rolle spielt, ist klar -zur gesamten sinnlichen Wahrnehmung bei der Nahrungsaufnahme und in ihrem Vorfeld gehören jedoch auch Tastsinn und Gehör.

 

Tastsinn meint zuerst einmal Mundgefühl (mit Biss, knusprig, cremig, saftig, hart etc.), aber auch das Gefühl, das Lebensmittel in der Hand vermittelt (glatt, rau, hart, weich,…) und auch die Temperatur spielt eine Rolle.

 

Das Gehör betreffen zum einen Geräusche in Vorfeld wie Töpfeklappern oder das Öffnen einer Flasche und das anschließende Einschenken. Zum anderen die Geräusche, die beim Essen selbst entstehen, z.B. wenn man in einen knackigen Apfel beisst oder in knusprige Chips. Die Lebensmittelindustrie macht sich das zunutze und „designt“ Mundgefühl und –geräusch regelrecht.
 

 

Wenn man nun diese Sinneseindrücke beim Essen mehr beachtet – ein Pfirsich fühlt sich anders an als eine Nektarine, eine grüne Tomate ist fester als eine reife, Roggenbrot riecht anders als Toastbrot u.s.w. – kann man den Genuss beim Essen erheblich steigern. Und man entdeckt in einfachen, unverarbeiteten Lebensmitteln oft mehr als bei einem aufwändigen Gericht. Und nur, wer all diese Eindrücke auch wahrnehmen kann, kann dann auch eben so ein aufwändiges Gericht voll auskosten.
 

 

Erfolgt das ganze dann noch in ansprechender Atmosphäre an einem schön gedeckten Tisch (man kann sogar den Schreibtisch mit einem netten Set ein bisschen „aufmotzen“), ist der Genuss perfekt.
 

 

Mehr Genuss bedeutet eindeutig mehr Lebensqualität. Warum sollten wir bei alltäglichen Selbstverständlichkeiten wie Essen darauf verzichten?
 
 

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Published by équilibriste - in genießen
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