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25. März 2008 2 25 /03 /März /2008 07:30

Gemsestillleben.jpgRot, gelb, grün, blau ... nicht nur die Vielfalt der Farben von Gemüse und Obst ist enorm, sondern auch die Zahl der Inhaltsstoffe. Neben den essenziellen Inhaltstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe enthalten sie Substanzen, die den Körper auf vielfältige Art und Weise vor Krankheiten schützen können. Sie werden „sekundäre Pflanzenstoffe” genannt, tragen klangvolle Namen wie Carotinoide, Phytosterine, Sulfide oder Phytoöstrogene und verhindern z. B. schädliche Oxidationen, senken das Cholesterol oder hemmen die Blutgerinnung.

Cholesterol-senkende Effekte haben Phytosterine. Sie kommen in Nüssen und Pflanzensamen vor und hemmen im Darm die Aufnahme des Nahrungscholesterols in den Körper, wodurch der Cholesterolgehalt im Blut gesenkt wird. Diesen Effekt versucht man zu nutzen: Phytosterine werden z. B. Margarine zugesetzt, um das Cholesterol im Blut durch den Verzehr dieser Margarine zu senken.

Gewiss ist, dass durch Senkung insbesondere des LDL-Cholesterols das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt wird. Das gelingt z. B. durch eine Ernährungsumstellung, die weniger Kalorien, Fett und gesättigte Fettsäuren, aber ein Mehr an Obst und Gemüse enthält als unsere übliche Kost. Ob der alleinige Verzehr einer Phytosterin-angereicherten Margarine eine vergleichbar gute Reduktion des Herz-Kreislauf-Erkrankungsrisikos mit sich bringt, ist allerdings bisher durch keine Studie am Menschen belegt worden.

Phytoöstrogene kommen in Getreide und Hülsenfrüchte (z.B. Sojabohnen) und Leinsamen vor. Sie wirken antioxidativ, beeinflussen das Immunsystem, festigen möglicherweise die Knochen und könnten damit vor Osteoporose schützten und senken das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen. Wie die Phytosterine reduzieren sie das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

Und warum hießen die so? Phytoöstrogene sind Pflanzenhormone, die ähnlichwie das weibliche Sexualhormon Östrogen aufgebaut sind.

Hormone verteilen sich auf dem Blutweg im Körper und steuern lebenswichtige Funktionen wie Kreislauf, Atmung, Stoffwechsel, Ernährung, Körpertemperatur sowie unseren Salz- und Wasserhaushalt.

Foto: pixelio.de

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Published by équilibriste - in Ernährung
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Kommentare

sabine 03/25/2008 12:24

das ist ein sehr interessantes thema.
tofu ist ja bekanntlich ein großer phytoöstrogen-bringer, weshalb in japan ja um ein vielfaches weniger frauen an brustkrebs erkranken als hierzulande. vielleicht sollte ich mal ein leckeres tofu rezept einstellen? was ich nicht wusste: auch knoblauch und spargel verfügen über diese pflanzenhormone, hier nachzulesen:
http://www.medizinfo.de/annasusanna/wechseljahre/phytooestrogene.shtml

lg
sabine

équilibriste 03/25/2008 20:32


In Knoblauch und Spargel sind v.a. Sulfide, also Schwelverbindungen, die auch zu den sekundären Pflanzenstoffen (SPS) zählen. Das Allicin im Knoblauch ist schon lange für seine antibakterielle
Wirkung bekannt. Demnächst mehr zu SPS...


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