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4. April 2008 5 04 /04 /April /2008 07:36

Eine Einladung zum Kaffee bei unserer "Oma" sah immer so aus: Man kommt rein, der Tisch ist gedeckt, für jeden ein Stück Kuchen oder Torte, natürlich selbst gemacht, auf dem Teller. Das ganze "wie früher" (als sie um 5.00 Uhr aufgestanden ist und gefrühstückt hat, Mittagessen spätestens um 11.30 Uhr...) um halb drei, ein sehr knappes Stündchen nach unserem Mittagessen.

Dumm wenn man dabei nicht vorrausschauend an Omas Kuchen gedacht hatte, denn die erwartete, dass jeder mindestens das eine Stück verdrückte, ansonsten sah sie sich in ihrer Meister-Kuchenbäckerinnen-Ehre gekränkt und war bis zum nächten Mal entsprechend beleidigt. Also notgedrungen das Gebäck vertilgen - es war ja auch wirklich meistens echt lecker, nur der Zeitpunkt und die Portionsgröße passten halt nicht - und dabei fleißig loben. Schließlich hat sie extra für uns gebacken, um uns etws gutes zu tun.


Sandkuchen.jpgIch will aber keinen Kuchen, so bald nach dem Mittagessen schon gar nicht. Weil es mir, wenn ich ihn esse und mit ordntlich Kaffee runterspüle, eben nicht mehr gut geht. Das will die Oma aber nicht akzeptieren und deshalb ist es für sie ein Unding, ihn stehenzulassen. Ob's mir schlecht wird, ist ihr egal? Für mich heißt das, sie macht den Kuchen nicht für uns, bzw. andere Gäste, sondern damit sie Anerkennung bekommt. Oooops, das ist jetzt hart -  nein, wahrscheinlich ist der Kuchen ihre Art von Zuwendung, eine Bessere kennt sie nicht. Und den Kuchen ablehen, bedeutet, sie selbst abzuweisen. Schwierig...

Ich gehe gern zu ihr, weil ich sie echt mag (sie ist nicht unsere "richtige" Oma), und ich mich gern mit ihr unterhalte. Und ich würde auch ohne Kuchen kommen, sogar viel lieber. Ich habe es ihr erklärt, sie hat es wohl verstanden. Sie muss nicht mehr soviele Kuchen backen und nutzt die gewonnene Zeit zum Spazierengehen oder zum Lesen, was sie bisher immer gern öfter gemacht hätte. Na wunderbar! Oft gehe ich auch mit... ich unterhalte mich lieber draußen und ohne das lästige Problem, mich zum essen genötigt zu sehen. Wann und was ich esse, entscheide ich nämlich gern selbst.

Bild: pixelio.de

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Published by équilibriste - in wellness
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