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26. Mai 2008 1 26 /05 /Mai /2008 08:01
■ Auch bei der Pseudoallergie treten Symptome auf, die äußerlich von einer Allergie nicht zu unterscheiden sind. Deshalb wurde diese Bezeichnung gewählt. Vor allem treten chronischer Nesselausschlag, Schwellungen und Nasenpolypen auf. Es kann aber auch zu Fließschnupfen, Augenjucken, Atemnot, Erbrechen oder Durchfall kommen. Als Auslöser einer Pseudoallergie wurden vor allem natürliche Lebensmittelinhaltsstoffe, wie Aromastoffe, Salicylate, Benzoate und (seltener) Lebensmittelzusatzstoffe, identifiziert. Im Gegensatz zu einer Lebensmittelallergie scheinen Pseudoallergene direkt auf Mastzellen einzuwirken und damit zur Freisetzung von Histamin und anderen Mediatoren zu führen, ohne dass IgE-Antikörper beteiligt sind. So ist bereits beim ersten Kontakt mit dem Pseudoallergen eine Reaktion möglich. Auch treten die Symptome stark mengenabhängig und häufig erst 6 – 8 Stunden nach Allergenkontakt auf. Geringe Mengen der Pseudoallergene werden oft vertragen. Die Häufigkeit einer Pseudoallergie auf Lebensmittelzusatzstoffe wird auf 0,026% der Bevölkerung geschätzt. Bei speziellen Krankheitsbildern liegen die Zahlen höher. So leiden ca. 2 – 7 % der Kinder mit Neurodermitis und bis zu 50 % der Patienten mit chronischer Urtikaria an einer Pseudoallergie.

■ Voraussetzung für eine erfolgreiche Ernährungstherapie ist die sichere Diagnose einer Lebensmittelallergie oder -intoleranz durch einen allergologisch erfahrenen Arzt. Im Vordergrund steht eine ausführliche Anamnese einschließlich Ernährungs- und Symptomprotokoll, möglichst in Zusammenarbeit mit einer auf Lebensmittelunverträglichkeiten spezialisierten Ernährungsfachkraft. Wenn aufgrund von Anamnese und Allergietests (Prick- und/oder RASTTest) ein Verdacht auf eine Lebensmittelallergie besteht, sollte durch eine diagnostische Diät und nachfolgende Provokation die klinische Relevanz der Lebensmittelallergie überprüft werden.

Fallen die Allergietests negativ aus und die Anamnese gibt einen Hinweis auf eine Laktoseintoleranz oder Fruktosemalabsorption (z. B. bei Milch- oder Obstunverträglichkeit), erfolgt der Nachweis nicht aufgespaltener Laktose bzw. nicht resorbierter Fruktose in der Regel mittels H2-Atemtest. Hierbei wird der Anstieg des Wasserstoffs in der Atemluft nach dem Trinken einer Milchzucker- oder Fruchtzucker-Wasserlösung gemessen. Hinweise aus der Ernährungsanamnese sowie negative Blut- und Hauttests ergeben bei ansonsten allergieähnlicher Symptomatik einen ersten Verdacht auf das Vorliegen einer Histaminintoleranz oder Pseudoallergie. Die Diagnose erfolgt deshalb durch eine histaminarme Kost bzw. pseudoallergenarme Diät und Provokation mit Histamin oder Pseudoallergenen und nachfolgendem Kostaufbau.

■ Liegt eine Lebensmittelallergie vor, beruht die Ernährungstherapie auf einer konsequenten Allergenkarenz. Dagegen erfordern Lebensmittelintoleranzen eine Ernährungsumstellung in drei Stufen, an deren Ende meist nur ein moderater Verzicht steht. In der ersten Stufe der Ernährungstherapie ist je nach Verdacht eine weitestgehend laktose-, fruktose- und sorbit-, histamin- oder pseudoallergenarme Diät erforderlich. Anschließend erfolgt ein Kostaufbau bis zur individuellen Toleranzschwelle, der dann auf der dritten Stufe in eine Dauerernährung mit meist nur wenigen Einschränkungen übergeht. Beispielsweise werden im Falle einer Laktoseintoleranz dann Hart-, Schnitt-, Weichkäse, Joghurt und laktosearme Milchprodukte, manchmal auch kleine Mengen Frischmilch, von den meisten Betroffenen gut vertragen. Bei einer Pseudoallergie sind auf Dauer lediglich die nach Provokation und Kostaufbau ermittelten Lebensmittel und Zusatzstoffe zu meiden. Sowohl die praktische Umsetzung einer Allergenkarenz als auch die Ernährungsumstellung bei Lebensmittelintoleranzen sollte unter Anleitung einer allergologisch erfahrenen Ernährungsfachkraft erfolgen.

Quelle:
"richtig essen - gesünder leben" (cma)

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Published by équilibriste - in Ernährung
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