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25. Juni 2008 3 25 /06 /Juni /2008 07:12

DGE-aktuell 04/2008 vom 24.06.2008

(dge) Kennen Sie Ihre Cholesterolwerte? Am „Tag des Cholesterins“, dem 27. Juni 2008, messen zahlreiche Apotheken den Cholesterolspiegel. Mit dem Aktionstag möchte die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. die Bevölkerung mobilisieren, ihre Bluttfettwerte bestimmen zu lassen.

Zu viel Cholesterol im Blut – diese Aussage trifft auf 40 % der Männer und 26 % der Frauen zwischen 40 und 49 Jahren zu. Mit dem Alter steigt die Häufigkeit: Bei den über 70-jährigen Männern sind 45 %, bei gleichaltrigen Frauen sogar 56 % betroffen. Hohe Konzentrationen von LDL- und niedriges HDL-Cholesterol im Blut stellen gesicherte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten dar. In Deutschland war 2006 fast jeder 2. Todesfall auf eine Erkrankung des Kreislaufsystems zurückzuführen.

Eine richtige Ernährung beeinflusst unsere Blutfettwerte günstig. Wie aber muss diese aussehen, damit sich das Risiko für eine Fettstoffwechselstörung verringert? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) gibt wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur richtigen Lebensmittelauswahl: Es reicht nicht, nur den Verzehr von rotem Fleisch, fetten Wurstwaren und Eiern zu reduzieren. Ein Zuviel an Fett, insbesondere an gesättigten Fettsäuren und trans-Fettsäuren, kann zu Fettstoffwechselstörungen mit erhöhtem LDL-Cholesterol im Blut beitragen. Deshalb bei tierischen Lebensmitteln fettarme Varianten bevorzugen – mit Ausnahme von Fisch. Fetter Fisch sowie pflanzliche Öle, wie Raps- und Walnussöl, sind reich an n-3 Fettsäuren und haben einen günstigen Einfluss auf die Zusammensetzung der Blutfette. Pflanzliche Lebensmittel sind von Natur aus fettarm, cholesterolfrei und in der Fettsäurenzusammensetzung günstiger als tierische Lebensmittel. Deshalb rät die DGE häufiger zu Vollkornprodukten und Kartoffeln zu greifen und täglich 5 Portionen Gemüse und Obst zu essen.

Hintergrundinformation: Cholesterol ist Bestandteil jeder Zellmembran in unserem Körper. Es wird über Lipoproteine im Blut zu Leber und Organen transportiert. Stimmt der Anteil bzw. die Zusammensetzung der Lipoproteine im Blutplasma nicht, kommt es zu Fettstoffwechselstörungen (Dyslipoproteinämie). Blutfettwerte sind als „normal“ einzustufen, wenn die Konzentration an Gesamtcholesterol < 200 mg/dl, LDL-Cholesterol < 160 mg/dl sowie HDL-Cholesterol bei mindestens 40 mg/dl (Männer) bzw. 45 mg/dl (Frauen) und die Triglyceride < 200 mg/dl liegen. Zudem sollte keine familiäre Veranlagung bestehen.

Die Ursachen für Fettstoffwechselstörungen sind vielfältig. Das Verhältnis und die Konzentration der Lipoproteine im Blutplasma sind u. a. abhängig von genetischen Faktoren, Ernährung und Alter. Gerade bei Frauen steigt das Risiko nach den Wechseljahren stark an. Fettleibigkeit ist ein weiterer Risikofaktor. Unter den Ernährungsfaktoren spielen in erster Linie Art und Menge der Fettsäuren aber auch das Cholesterol aus der Nahrung eine Rolle. Die Cholesterolzufuhr sollte unter 300 mg/Tag liegen.

Die DGE hat sich bei der Erstellung der Leitlinie „Fettkonsum und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Fettzufuhr und Erkrankungsrisiken auseinandergesetzt. Die Leitlinie bestätigt, dass eine gezielte Auswahl von Fett bzw. Fettsäuren die Blutfettwerte beeinflussen kann:

  • Eine hohe Gesamtfettaufnahme begünstigt den Anstieg des LDL-Cholesterols, wenn das Fett einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält.
  • Gesättigte Fettsäuren – wie sie vor allem in Butter, Sahne, Käse und anderen fettreichen Milchprodukten sowie Eiern, Fleisch, Wurst, zahlreichen Snacks und Fertigprodukten vorkommen – erhöhen das LDL-Cholesterol.
  • Viele trans-Fettsäuren in der Nahrung erhöhen das Risiko für erhöhtes LDL- und erniedrigtes HDL-Cholesterol.
  • Demgegenüber senkt eine erhöhte Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren das Risiko für Fettstoffwechselstörungen.
  • Auch langkettige n-3 Fettsäuren und andere mehrfach ungesättigte Fettsäuren können zur Prävention von Fettstoffwechselstörungen beitragen.
  • Cholesterol aus der Nahrung hat etwa bei der Hälfte der Menschen einen deutlichen Einfluss auf das LDL-Cholesterol im Blut, diese individuell unterschiedliche Reaktion ist genetisch bestimmt.

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Published by équilibriste - in Gesundheit
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