Mittwoch, 2. juli 2008

(dgem) Kanadische Wissenschaftler haben in einer Studie herausgefunden, dass Menschen, die besonders lang (9–10 Stunden pro Nacht) oder besonders kurz (5–6 Stunden pro Nacht) schlafen, stärker zunehmen als normale Durchschnittsschläfer (7–8 Stunden). Sie untersuchten an 276 Erwachsenen im Alter zwischen 21 und 64 Jahren den Zusammenhang zwischen Schlafverhalten und Gewicht.

Es stellte sich heraus, dass im Beobachtungszeitraum von 6 Jahren die Kurzschläfer durchschnittlich 1,98 kg zulegten. Langschläfer nahmen durchschnittlich 1,58 kg zu. Dies galt auch für einen anderen Parameter. Kurzschläfer haben eine 35 % und Langschläfer eine 25 % höhere Wahrscheinlichkeit in sechs Jahren mindestens fünf Kilogramm zuzunehmen als Durchschnittsschläfer.
Quelle: MEDICA.de – Sleep 2008, Vol. 31, S. 517-523

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Mittwoch, 25. juni 2008

DGE-aktuell 04/2008 vom 24.06.2008

(dge) Kennen Sie Ihre Cholesterolwerte? Am „Tag des Cholesterins“, dem 27. Juni 2008, messen zahlreiche Apotheken den Cholesterolspiegel. Mit dem Aktionstag möchte die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V. die Bevölkerung mobilisieren, ihre Bluttfettwerte bestimmen zu lassen.

Zu viel Cholesterol im Blut – diese Aussage trifft auf 40 % der Männer und 26 % der Frauen zwischen 40 und 49 Jahren zu. Mit dem Alter steigt die Häufigkeit: Bei den über 70-jährigen Männern sind 45 %, bei gleichaltrigen Frauen sogar 56 % betroffen. Hohe Konzentrationen von LDL- und niedriges HDL-Cholesterol im Blut stellen gesicherte Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Krankheiten dar. In Deutschland war 2006 fast jeder 2. Todesfall auf eine Erkrankung des Kreislaufsystems zurückzuführen.

Eine richtige Ernährung beeinflusst unsere Blutfettwerte günstig. Wie aber muss diese aussehen, damit sich das Risiko für eine Fettstoffwechselstörung verringert? Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) gibt wissenschaftlich fundierte Empfehlungen zur richtigen Lebensmittelauswahl: Es reicht nicht, nur den Verzehr von rotem Fleisch, fetten Wurstwaren und Eiern zu reduzieren. Ein Zuviel an Fett, insbesondere an gesättigten Fettsäuren und trans-Fettsäuren, kann zu Fettstoffwechselstörungen mit erhöhtem LDL-Cholesterol im Blut beitragen. Deshalb bei tierischen Lebensmitteln fettarme Varianten bevorzugen – mit Ausnahme von Fisch. Fetter Fisch sowie pflanzliche Öle, wie Raps- und Walnussöl, sind reich an n-3 Fettsäuren und haben einen günstigen Einfluss auf die Zusammensetzung der Blutfette. Pflanzliche Lebensmittel sind von Natur aus fettarm, cholesterolfrei und in der Fettsäurenzusammensetzung günstiger als tierische Lebensmittel. Deshalb rät die DGE häufiger zu Vollkornprodukten und Kartoffeln zu greifen und täglich 5 Portionen Gemüse und Obst zu essen.

Hintergrundinformation: Cholesterol ist Bestandteil jeder Zellmembran in unserem Körper. Es wird über Lipoproteine im Blut zu Leber und Organen transportiert. Stimmt der Anteil bzw. die Zusammensetzung der Lipoproteine im Blutplasma nicht, kommt es zu Fettstoffwechselstörungen (Dyslipoproteinämie). Blutfettwerte sind als „normal“ einzustufen, wenn die Konzentration an Gesamtcholesterol < 200 mg/dl, LDL-Cholesterol < 160 mg/dl sowie HDL-Cholesterol bei mindestens 40 mg/dl (Männer) bzw. 45 mg/dl (Frauen) und die Triglyceride < 200 mg/dl liegen. Zudem sollte keine familiäre Veranlagung bestehen.

Die Ursachen für Fettstoffwechselstörungen sind vielfältig. Das Verhältnis und die Konzentration der Lipoproteine im Blutplasma sind u. a. abhängig von genetischen Faktoren, Ernährung und Alter. Gerade bei Frauen steigt das Risiko nach den Wechseljahren stark an. Fettleibigkeit ist ein weiterer Risikofaktor. Unter den Ernährungsfaktoren spielen in erster Linie Art und Menge der Fettsäuren aber auch das Cholesterol aus der Nahrung eine Rolle. Die Cholesterolzufuhr sollte unter 300 mg/Tag liegen.

Die DGE hat sich bei der Erstellung der Leitlinie „Fettkonsum und Prävention ausgewählter ernährungsmitbedingter Krankheiten“ intensiv mit den Zusammenhängen zwischen Fettzufuhr und Erkrankungsrisiken auseinandergesetzt. Die Leitlinie bestätigt, dass eine gezielte Auswahl von Fett bzw. Fettsäuren die Blutfettwerte beeinflussen kann:

  • Eine hohe Gesamtfettaufnahme begünstigt den Anstieg des LDL-Cholesterols, wenn das Fett einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren enthält.
  • Gesättigte Fettsäuren – wie sie vor allem in Butter, Sahne, Käse und anderen fettreichen Milchprodukten sowie Eiern, Fleisch, Wurst, zahlreichen Snacks und Fertigprodukten vorkommen – erhöhen das LDL-Cholesterol.
  • Viele trans-Fettsäuren in der Nahrung erhöhen das Risiko für erhöhtes LDL- und erniedrigtes HDL-Cholesterol.
  • Demgegenüber senkt eine erhöhte Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren das Risiko für Fettstoffwechselstörungen.
  • Auch langkettige n-3 Fettsäuren und andere mehrfach ungesättigte Fettsäuren können zur Prävention von Fettstoffwechselstörungen beitragen.
  • Cholesterol aus der Nahrung hat etwa bei der Hälfte der Menschen einen deutlichen Einfluss auf das LDL-Cholesterol im Blut, diese individuell unterschiedliche Reaktion ist genetisch bestimmt.
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Freitag, 20. juni 2008

Patienten mi Nahrungsmittelallergien sind für Ernährungsberater eigentlich eine feine Sache. Kein "Schau endlich, dass du den Hintern hochkriegst und dich bewegst..." wie bei denen, die abnehmen sollen. Kein "Ich kann nur raten, mal einen Psychologen..." wie bei Essgestörten. Über fehlende Motiavation kann man sich normalerweise auch nicht beklagen.

Stattdessen die Vorgabe "Das sind die Allergene" (sofern man nicht an der Diagnose beteiligt ist, aber das sind in der Regel die Kollegen an den Kliniken), bring dem Patienten bei, wie er sie meidet und was er tun muss, um dabei einem Nährstoffmangel vozubeugen. Welche Diagnose-Methoden dabei angewendet werden, findet man z.B. in der Ernährungs Umschau (03/2007).

Allergien sind IgE-vermittelte Reaktionen (s. Links). Nun kann man das Blut aber auch auf IgG testen, was der Patient selber zahlen muss, und ihm dann mitteilen, auf welche Lebensmittel sein Körper denn in welchem Ausmass mit IgG-Bildung reagiert und das ganze dann irgendwie mit Allergie und Vermeidungs-Empfehlungen verwursteln.

Dr. Imke Reese schreibt in o.a. Artikel dazu folgendes:

"Unseriöse Testverfahren
In den letzten Jahren haben Anbieter unseriöser allergologischer Testverfahren den Markt überschwemmt. Insbesondere IgG-Tests werden damit beworben, gerade auch bei nicht-allergischen Reaktionsformen die Auslöser schnell und unkompliziert im Blut zu identifizieren. Scheinbar positive Befunde dieser Testverfahren lassen sich leicht erklären, wenn man sich verdeutlicht, warum der Organismus IgGAntikörper bildet. Es sind seine Gedächtniszellen, die ihn daran erinnern, dass er das entsprechende Lebensmittel toleriert. Folglich lassen sich bei allen Menschen IgG-Antikörper finden, vor allem gegenüber häufig verzehrten Lebensmitteln. Bei der Umsetzung der angeblich notwendigen Diätempfehlungen werden die Betroffenen dann leider in der Regel allein gelassen. Ihre Beschwerden verschwinden nicht wirklich – denn eine fundierte Diagnostik hat nicht stattgefunden – und hinzu kommt ein deutlich gestiegener Leidensdruck durch die zu umfangreichen Meidungsempfehlungen."

Aha... Und da macht sich Frau Dipl.oec.troph. dann so ihre Gedanken, wenn ein Arzt bei der Patientin - Flugbegleiterin, Langstrecke, Südost-Asien uns so, aber danach hat er wohl gar nicht erst gefragt - als allererstes wegen ihrer Magen-Darm-Beschwerden mal so einen IgG-Test machen lässt. Ergebnis: multiple Nahrungsmittelunverträglichkeit... natürlich bei den Lebensmitteln, die sie bevorzugt isst...

Mir, der Patientin selbst und anderen auch (danke an Jogi und Sascha :-), daher die Frage per Mail) - wären da schon ein paar andere Ursachen eingefallen...

Übrigens... es wird auch versprochen, dass man mit Hilfe solcher Tests auch abnehmen kann, wenn sonst gar nichts hilft... 

Wer jetzt hier irgendwo den Link zu einem Testanbieter erwartet hat, bitte selber suchen ;-)

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Mittwoch, 18. juni 2008

(rki) Deutschland nimmt beim Pro-Kopf-Verbrauch an Alkohol im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Etwa 22 % der 18–59 Jahre alten Erwachsenen trinken Alkohol in einem Ausmaß, in dem auf Dauer physische, psychische und soziale Schäden zu erwarten sind. Der Alkoholkonsum von Kindern und Jugendlichen - von Eltern häufig unterschätzt - hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen.

Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen ist das Thema des neuen Hefts 40 der Gesundheitsberichterstattung. Die Veröffentlichung gibt auf gut 30 Seiten einen Überblick über Konsummuster, alkoholbezogene Störungen und Sterbefälle sowie ökonomische Auswirkungen des Alkoholmissbrauchs. Darüber hinaus werden Therapiemöglichkeiten, präventive Maßnahmen und Forschungsperspektiven diskutiert.

Mit einem jährlichen Konsum von 10,2 l Reinalkohol pro Person (das entspricht etwa 100 l Wein oder 200 l Bier) stand Deutschland 2003 auf Platz 5 der weltweiten Rangreihe. Eine tägliche Trinkmenge bis 20 g Reinalkohol bei Frauen und 30 g bei Männern wird als risikoarm bezeichnet. Einen Grenzwert für risikolosen oder harmlosen Alkoholkonsum gibt es nicht.

Geschätzte 1,6 Mio. Erwachsene waren 1997 in Deutschland alkoholabhängig. Alkohol stellt nach Tabak und Bluthochdruck die dritthäufigste Ursache für verlorene Lebensjahre dar.
Das GBE-Heft Alkoholkonsum und alkoholbezogene Störungen kann schriftlich kostenlos bestellt werden beim Robert Koch-Institut (Seestraße 10, 13353 Berlin, E-Mail: gbe@rki.de) und ist im Internet unter http://www.rki.de/ abrufbar.

(18.06.08)

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Donnerstag, 12. juni 2008

(idw) Im Herbst 2007 hatte das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein Förderprogramm zur Einrichtung von medizinischen Kompetenznetzen zu den Krankheitsbildern Adipositas und Diabetes ausgeschrieben, mit dem Ziel, die bestehenden Forschergruppen zu stärken und besser zu vernetzen und damit auch eine international wettbewerbsfähige und sichtbare Forschungsplattform zu schaffen. Außerdem sollen die Kompetenznetze einen raschen Transfer neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Prävention- und Versorgungsmedizin ermöglichen.

Nach Abschluss des Auswahlverfahrens hat sich das Kompetenznetz Adipositas inzwischen konstituiert. Bei der Auftaktveranstaltung wurde Herr Prof. Dr. Hans HAUNER, Direktor des Else-Kröner-Fresenius-Zentrums für Ernährungsmedizin am Klinikum rechts der Isar zum Sprecher gewählt. Seine Stellvertreter sind Frau Prof. Martina DE ZWAAN, Universität Erlangen, und Herr Prof. Wieland KIESS, Universitätskinderklinik Leipzig.

Inhaltliche Schwerpunkt des Verbundes sind die Prävention von Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter unter Nutzung bereits bestehender Kohorten und die Verbesserung der Langzeitergebnisse von Therapieprogrammen bei adipösen Erwachsenen.

Grundlagenwissenschaftlich ausgerichtete Projekte beschäftigen sich mit den zentralen und peripheren Mechanismen, die an der Pathophysiologie der Adipositas und ihrer Komplikationen beteiligt sind.
Im Einzelnen sind dies:
1. Perinatal prevention of obesity (PEPO) (Koordinator: Prof. H. HAUNER, TU München)
2. Interdisciplinary Obesity Prevention in Childhood and Adolescence (Koordinator: Prof. J.M. MÜLLER, Univ. Kiel)
3. Multidisciplinary Early Modification of Obesity Risk (MEMORI) (Koordinator: Prof. B. KOLETZKO, LMU München)
4. Weight loss maintenance (Koordinatorin: Prof. M. DE ZWAAN, Univ. Erlangen)
5. Longitudinal Childhood Obesity Research in Germany (LARGE) (Koordinator: Prof. W. KIESS, Univ. Leipzig)
6. Obesity and the Gastrointestinal Tract (OGIT) (Koordinator: Prof. S.C. BISCHOFF, Univ. Hohenheim)
7. Targeting Neurocircuits in Obesity (NEUROTARGET) (Koordinator: Prof. J. BRÜNING, Univ. Köln)
8. Targeting Adipose Tissue Dysfunction (ADIPOSE TARGET) (Koordinator: Prof. M. BLÜHER, Univ. Leipzig)

Die Geschäftsstelle des Kompetenznetzes, die dessen Aktivitäten koordiniert und kommuniziert, soll am Klinikum rechts der Isar eingerichtet werden.
Quelle: idw-Pressemeldung

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Montag, 9. juni 2008

(BZgA) "Na Toll!" ist die Alkohol-Jugendkampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ziel ist es, junge Menschen über die gesundheitlichen Risiken eines übermäßigen Alkoholkonsums zu informieren und ihnen Wege zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol aufzuzeigen. Hauptbestandteil der "Na Toll!"-Kampagne sind Peer-Aktionen.

‚Peers’ sind speziell von der BZgA geschulte Jugendliche und junge Erwachsene, die mit nahezu gleichaltrigen Jugendlichen zum Thema Alkohol diskutieren und sie so zum Nachdenken über den eigenen Umgang mit Alkohol anregen. Da gerade im Urlaub oder bei Freizeitaktivitäten Alkohol für viele junge Leute dazu gehört, finden die Peer-Einsätze überwiegend in Ferienregionen an der deutschen Nord- und Ostseeküste sowie bundesweit in Jugendherbergen, bei Musikfestivals und Jugendveranstaltungen statt. Am ersten Maiwochenende starten die Aktionen.

Ergebnisse der Repräsentativerhebung 2007 der BZgA belegen, dass der Alkoholkonsum Jugendlicher nach einem Rückgang zwischen 2004 und 2005 wieder deutlich angestiegen ist. Dies ist im Wesentlichen auf eine Zunahme des Konsums von Bier, Bier-Mixgetränken und Spirituosen zurückzuführen.

Der Anstieg des Alkoholkonsums bei den 16- bis 17-jährigen männlichen Jugendlichen ist besonders auffällig. Die durchschnittliche wöchentliche Trinkmenge bei dieser Zielgruppe lag im Jahr 2004 bei 127 Gramm, sank im Jahr 2005 auf 108 Gramm und liegt im Jahr 2007 bei etwa 150 g reinem Alkohol. Dies entspricht umgerechnet ca. 2 Gläsern alkoholischer Getränke an jedem Tag in der Woche. Auch die Bereitschaft zum so genannten ‚Binge-Trinken’, wonach innerhalb kurzer Zeit mehr als fünf Gläser alkoholischer Getränke konsumiert werden, nimmt zu.

"Je früher mit dem Alkoholkonsum begonnen wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für gesundheitliche Schäden und schnelle Abhängigkeit", erklärt Prof. Dr. Elisabeth POTT, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. "Die Erfahrungen mit den "Na Toll!"- Aktionen in den letzten Jahren zeigen, dass die Peers den Zugang zu den Jugendlichen finden und dass sie ihnen Alternativen zum Alkoholtrinken aufzeigen können. Im letzten Jahr wurde nach diesem Konzept mit knapp 17.000 Jugendlichen intensiv über das Thema Alkohol gesprochen."

Im Jahr 2008 sind insgesamt 170 Einsatztage geplant. Die Aktionen begannen Anfang Mai und dauern bis Mitte Oktober. Die Liste der Peer-Einsätze 2008 steht im Internet unter www.bist-du-staerker-als-alkohol.de

Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 02.05.2008  (21.05.08)

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Samstag, 7. juni 2008

(Uni Potsdam) Übergewicht und Adipositas sind bereits im Vorschulalter weit verbreitet. Präventionsprogramme erweisen sich jedoch nicht immer als wirksam. Denn nach Ansicht von Experten werden sie gerade von denjenigen nicht in Anspruch genommen, die dies am dringendsten nötig hätten. Welche Faktoren hierbei eine Rolle spielen, steht im Mittelpunkt des Ende des Jahres auslaufenden BMBF-Projekts "Prävention kindlicher Adipositas: Was hindert und erleichtert Eltern den Zugang zu Präventionsangeboten?". Ein Team um Prof. Petra WARSCHBURGER geht im Institut für Psychologie der Universität Potsdam der Frage nach.

Das Forschungsvorhaben richtet sich insbesondere an sozial schwache Eltern von solchen Kindern, die schon im Alter zwischen drei und sechs Jahren ein Übergewichtsrisiko erkennen lassen.

In 40 Interviews und über 500 Fragebögen wurden sie bezüglich ihrer Wahrnehmung eines Übergewichtsrisikos für ihr Kind, der Anwendung von Strategien im Umgang mit der Ernährung des Kindes sowie der Inanspruchnahme möglicher Angebote zur Vermeidung kindlichen Übergewichts befragt. Auskunft gaben vor allem Mütter.

Heraus kam unter anderem, dass viele von ihnen das vorhandene Risiko nicht erkennen. Sie nehmen zwar Adipostias als Risiko wahr, aber nicht die Stufe davor, das Übergewicht. Da die Präventionsprogramme jedoch genau hier ansetzen, ist ihre Umsetzung für die gewählte Probandengruppe nach wie vor schwierig. Rund 85 % der befragten Mütter waren nicht bereit, innerhalb der folgenden 6 Monate an einem solchen Programm teilzunehmen. Das Verhältnis kehrte sich allerdings komplett um unter der Annahme, ein Arzt würde dies anraten. In dem Fall signalisierten nur noch knapp über 10 % Desinteresse.

Ein weitere Schwerpunkt der Untersuchung war die elterlichen Steuerung des Essverhaltens. Hier zeigte sich erwartungsgemäß, dass der Einfluss von Müttern auf die kindliche Ernährung groß ist. Strategien, die zu einer vermehrten Nahrungsaufnahme drängen oder mit Nahrungsmitteln als Belohnung einhergehen, sind oftmals verbunden mit der Steigerung des Konsums von Süßigkeiten und Fast Food. Wird jedoch tatsächlich die eigenverantwortliche Nahrungsaufnahme der Kinder gefördert, greifen diese vermehrt zu Obst und Gemüse.

Wie wichtig demnach jene Unterstützung in Sachen gesunder Ernährung ist und vor allem welche Rolle das eigene Übergewicht der Eltern bei der Entwicklung der Kids spielt, betonen auch die Potsdamer Forscherinnen. Wenn sowohl Mutter als auch Vater davon betroffen sind, liegt das Risiko für die Kinder auch übergewichtig zu werden bei 60–80 %.

Am Ende des Projekts hat das Team auf der Basis der Forschungsergebnisse ein Präventionsprogramm entwickelt und ausgewählten Kindertagesstätten angeboten. Die Kita-Erzieherinnen wurden im Vorfeld umfassend in den Inhalten, zum Beispiel bezüglich des Umgangs mit kritischen Esssituation oder der Steuerung des Essverhaltens, aber auch in der Ansprache der Eltern geschult. Angenommen wurde es von den potentiellen Adressaten kaum. Das Forschungsteam vermutet, dass sich vor allem die Ansprache der Eltern und deren Motivierung für viele Kita-Erzieherinnen als sehr schwierig erwies.

In der April/Mai Ausgabe des Unimagazins Portal ist unter www.uni-potsdam.de/portal/apr08/forschung mehr zum Projekt zu erfahren.
(06.06.08)

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Mittwoch, 4. juni 2008

(aid, bll) Wohl nie in der Geschichte der Menschheit hatten wir ähnlich gute Möglichkeiten, ein gesundes und langes Leben zu erleben", betonte Prof. Hans-Georg PREDEL, Leiter des Instituts für Kreislaufforschung und Sportmedizin, Deutsche Sporthochschule Köln auf der Jahrestagung des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde Mitte April 2008 in Berlin. Zentrale Voraussetzung hierfür sind körperliche und geistige Fitness.

Deren Realisierung hängt neben genetischen Faktoren im Wesentlichen von lebenslanger körperlicher und kognitiver Aktivität sowie von einer hochwertigen, ausgewogenen Ernährung ab.

Andererseits führt eine Nichtbeachtung dieser Grundprinzipien eines gesunden Lebensstils zu einer geradezu epidemieartigen Zunahme der so genannten Zivilisationserkrankungen, unter anderem zu Erkrankungen des kardiovaskulären und muskulo-skelettalen Systems.

Besonders gesundheitsfördernd wirke eine Kombination mehrer Maßnahmen. In einer Studie an 84.000 Frauen zeigte sich ein Rückgang der Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 82 %, wenn die Teilnehmerinnen vier von fünf Maßnahmen einhielten. Dazu gehörten: Nichtrauchen, Normalgewicht, der Verzehr von Omega-3-Fettsäuren, moderater Alkoholkonsum und regelmäßige körperliche Aktivität.

Bereits regelmäßiges Spazierengehen verbessert die Gesundheit. So zeigte eine mehrjährige Untersuchung an über 700 älteren Männern, dass ein täglicher Spaziergang von 3,2 km Länge, das Sterblichkeitsrisiko um fast die Hälfte reduziert. Fünf Mal pro Woche 30 min intensives Spazierengehen kombiniert mit fettarmer Ernährung wirkt bei Diabetikern sogar besser als eine pharmakologische Behandlung.
Quelle: aid, bll
(02.06.08)

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Freitag, 30. mai 2008

(idw) Die Behandlung von Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen ist bei Frauen mit Diabetes deutlich schlechter als bei Männern. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Uniklinik Köln an fast 45.000 Patientinnen und Patienten. Über 6 Mio. Menschen in Deutschland leiden an Typ 2 Diabetes und ihre Zahl steigt ständig. Frauen sind ebenso betroffen wie Männer.

Eine möglichst gute Behandlung der Risikofaktoren, wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen und erhöhten Blutzucker ist die wichtigste Maßnahme für die Prävention. Doch diese Maßnahmen werden bei Frauen mit Diabetes schlechter umgesetzt als bei Männern.

Die größten Unterschiede zwischen Frauen und Männern bestehen bei Patienten, die bereits herzkrank sind. Beim Cholesterin haben Diabetikerinnen eine über 40% höhere Wahrscheinlichkeit als Männer, nicht die empfohlenen Zielwerte zu erreichen. Aber auch das Erreichen von Behandlungszielen beim Blutdruck und Blutzucker ist bei ihnen schlechter als bei männlichen Diabetikern.

Frauen bekommen auch seltener Arzneimittel zur Cholesterinsenkung verschrieben, die sie eigentlich benötigen. Denn gerade in der Sekundärprävention, wenn bereits eine Herzkrankheit besteht, muss möglichst intensiv behandelt werden, um weitere Herzinfarkte zu verhindern.

Über die Gründe für die Unterschiede zwischen Männern und Frauen ist noch nicht viel bekannt. Die Kölner Internistin und Oberärztin der Medizinischen Klinik II, Prof. Ioanna GOUNI-BERTHOLD betonte jedoch, dass ein bestehendes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen bei Frauen häufig nicht so ernst genommen wird wie bei Männern, und zwar gleichermaßen von Ärzten wie von Patienten.

Die Studie wurde in dem Fachblatt "Diabetes Care" der US-amerikanischen Diabetes-Gesellschaft veröffentlicht.
Quelle: idw, Pressemeldung
(23.05.08)

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Freitag, 30. mai 2008

Nachdem sich Sascha schon eine Menge Arbeit gemacht hat, kann ich  jetzt mein Bike nehmen und im Wald verschwinden :-)

Also bitte hier weiterlesen...

Klasse! Könnte so ähnlich auch von mir kommen... Aber ich war zu der Zeit ja mehr damit beschäftigt für fünf Stunden zusätzliche Bewegung zu sorgen... pro Tag... mindestens... ;-)

Und hey, vielleicht hinterlässt der ein oder andere ja einen Kommentar bei ihm! Hätte ich auch gern gemacht, aber beim Wegschicken krieg ich immer die Meldung "Server Error irgendwas". Probiert's einfach...

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