Sich selbst entdecken, die eigenen Bedürfnisse erkennen, Ziele setzen und erreichen - zufrieden und glücklich werden, das auch ausstrahlen und an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen.
Normalerweise schlafe ich um spätestens 22.00 Uhr vor dem Fernseher ein, bei dieser Sendung bin ich dann aber doch wach geblieben.
http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/sendungen/2008/20080213.php5?akt=1
Es wurde diskutiert, wie man dem Fakt (?), dass die Deutschen Europas dickste sind, entgegenwirken kann und woran das denn liegt, dass wir ein Schwabbelvolk sind. Es diskutierten ein Knabberartikelhersteller, der Herr Minister, die Fernsehköchin, ein Schauspieler, der zu seiner Leibesfülle steht, und ein Verbraucher-Aufklärer. Den Wissenschafter hat man sich wohl gespart...
Wer ab und an in diesem Blog liest, der dürfte meine Meinung zu dem Thema kennen, also nur ganz kurz:
Das Ernährungsbewusstsein (und -wissen) ist in weiten Bevölkerungsschichten äußerst dürftig bis nicht vorhanden. Es muss in den Schul-Unterrricht integriert werden, idealerweise werden auch die Eltern mit eingebunden, damit die Anwendung auch zu Hause funktioniert (Stichwort "soziale Schichten"). Die Sache mit den Kinderriegeln fuktioniert immer noch, kaum einer weiß, dass das Zeug nicht nicht besser als andere Schokolade und nicht unbedingt gesund ist (lt. Publikumsbefragung). Und das, obwohl genau das (enthät x Stück Würfelzucker etc.) seit mindestens 20 Jahren regelmäßig von verschieden Seiten dargestellt bekommen! Wer macht da etwas falsch?
Der Aspekt Bewegung wurde in der Sendung kaum angesprochen, ein Versuch dahingehend wurde sogar "abgewürgt" und nicht weiter verfolgt. Dabei gibt es genügend Studien, die zeigen, wie wichtig Bewegung im Kampf gegen krankmachendes (!) Übergewicht ist.
Jemand, der moderat übergewichtig ist und dabei gesund, sollte weder diskriminiert noch durch gesellschaftlichen Druck zum Abnehmen gezwungen werden. Mir ist ein zufriedener, ausgeglichener Dicker auch lieber als eine dürre "Z'widerwurz'n". Und schließlich ist Dicksein ja auch kein Hindernis, in einer angepassten Form mit Freude und Genuß körperlich aktiv zu sein.
Über die angesprochene Nährwert-Ampel findet sich einiges beim googlen. Ich lehne sie ab, weil sie den Verbraucher dazu verleitet farbgesteuert einzukaufen und nicht eigenverantwortlich und bedarfsgerecht. Wozu ja das entsprechende Wissen (s.o.) nötig wäre. Mit der Ampel betriebe man folglich Pseudo-Aufklärung und spart sich damit "richtige" Wissenvermittlung. Motto: grün kaufen/essen = alles ok. Ist so ähnlich wie: Slim fast (oder wie das Zeug sonst so heißt) essen = abnehmen. Dabei lernt aber keiner was!
Und die Koch-Sendungen im Fernsehen? Wenn alle glauben, kochen geht nur so wie da, wundert es mich nicht dass so viele sich nicht trauen oder es nicht "können". Dabei ist es so einfach und wenn man will geht es auch schnell. Schöne Beispiele auf naked-food.over-blog.com.
Soviel wollte ich gar nicht schreiben, aber gut... So, und jetzt seid ihr dran, was haltet ihr von den dicken Deutschen?