Sich selbst entdecken, die eigenen Bedürfnisse erkennen, Ziele setzen und erreichen - zufrieden und glücklich werden, das auch ausstrahlen und an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen.
Ich klettere, ich praktiziere Yoga, und immer wieder entdecke ich Parallelen. Eben wieder, in einem Buch von Beate Cuson: Flow Yoga.
In Kapitel 7 - Ein Spaziergang durch den Yoga-Garten heißt es:
Balance
Wir ertanzen unsere Balance. Wenn wir aus unserem Asana heraufallen, genießen wir das Fallen. Wir fallen mit Freude und kehren immer wieder zurück in unser Asana. Immer wieder und wieder. Fallen bedeutet Lernen. Warum nur die Angst vor dem Fallen? Ist es die Angst die Kontrolle zu verlieren, vor Veränderung, die Angst zu versagen?
Klettern braucht auch Balance, ich muss meine Mitte finden, den Schwerpunkt an die richtige Stelle bringen, mein Gewicht optimal zwischen Tritten und Griffen verteilen
Und man kann stürzen, aus einer Route herausfallen - Kontrollverlust! Versagen! Ich konnte mich nicht mehr in der Route halten. Gerade als Anfänger hat man Angst vor dem Fallen, deshalb üben wir es immer wieder. Denn wer sein Können steigern will, muss schwieriger klettern und wird dabei ziemlich sicher den ein oder anderen Sturz erleben.
Wir lernen Fallen bzw. Stürzen einerseits um das Verletzungsrisiko gering zu halten, andererseits um Vertrauen aufzubauen: Mein sichernder Seilpartner wird meinen Sturz halten. Vertrauen und Sicherheit bauen Angst ab.
Eine schwierige Stelle werde ich immer und immer wieder probieren und dabei womöglich sehr oft fallen. Ich kehre zurück, so lange, bis ich es schaffe.
Wieder was gelernt!
Und machmal macht Fallen auch einfach Spaß - wenn der Sturzraum frei ist (z.B. an Überhängen), kann es richtig lustig sein, nach ein paar Flug-Metern im Seil zu landen...