Sich selbst entdecken, die eigenen Bedürfnisse erkennen, Ziele setzen und erreichen - zufrieden und glücklich werden, das auch ausstrahlen und an Attraktivität und Lebensqualität gewinnen.
(Bonn) Der Verband der Oecotrophologen e.V. (VDOE) begrüßt den gestern von Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer und Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt vorgestellten Nationalen Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten (NAP).
Der Plan weist eine ernährungswissenschaftliche Qualifikation ausdrücklich als notwendige Kompetenz für Ernährungsberatung und -bildung aus. Dafür erhalten die Ministerien volle Unterstützung vom VDOE. "Wir können es nicht akzeptieren, dass selbst ernannte Ernährungsexperten Verbrauchern Ratschläge geben", so Dr. Andrea Lambeck, VDOE-Vorstandsvorsitzende. "Nur fundiert und langjährig dafür ausgebildete Fachkräfte, wie Oecotrophologen und Ernährungswissenschaftler, verfügen über das notwendige Know-how."
Auch die von den Ministerien geplante Initialmaßnahme zur Systematisierung der Leistungen im Rahmen der qualitätsgesicherten Ernährungsberatung und -therapie unterstützt der VDOE. Sie trägt dazu bei, dass die Transparenz verbessert und somit deutlich wird, welche Qualitätsstandards hinter Studium bzw. Aus-, Fort- und Weiterbildung einzelner Anbieter stehen. Der Verband selber stellt auf seiner Internetseite Adressen von etwa 600 seriösen Experten bereit; viele davon mit dem Zertifikat "Ernährungsberater/in VDOE". Dieser Expertenpool (www.vdoe.de, Rubrik Expertenpool) wird bereits heute z. B. von Krankenkassen und ratsuchenden Verbrauchern intensiv genutzt, um qualifizierte Ernährungsexperten zu finden.
Offen bleibt aus Sicht des Verbandes die Frage der Finanzierung der vorgeschlagenen Initialmaßnahmen. "Mit 5 Millionen Euro pro Jahr je Ministerium ist nur schwerlich ein sichtbarer Erfolg zu erzielen", erklärt Dr. Andrea Lambeck. "Angesichts der Relevanz der Thematik sollten Maßstäbe wie in Großbritannien angelegt werden." Dort stellt die britische Regierung je Teilprojekt der Initiative "Healthy Weight, healthy lives" in den kommenden Jahren rund 500 Millionen Euro bereit.