Höhentraining (sog. Hypoxietraining bei vermindertem Sauerstoffgehalt der Luft) kennt man von Spitzensportlern und Alpinisten.
Seit Jahrzehnten schon zählt Höhentraining und gezieltes Akklimatisationstraining zum Alltag im modernen Spitzensport und der Alpinistik. „Hypoxiegestütztes Training“ (Training unter Höhe und Training unter NN am gleichen Tag) wird als eine der größten Leistungsreserven im internationalen Sport bezeichnet. Olympiasieger, Welt –und Europameister, Top-Alpinisten und Höhentouristen nutzen bereits seit dem Jahr 2000 die Kompetenz des internationalen Höhentrainingszentrums TOSMA in Berlin.
Wird der Organismus wiederholt und aktiv mit Höhenklimaverhältnissen konfrontiert kommt es zu einer Vielzahl von positiven Anpassungen:
- Verbesserte Sauerstoffaufnahme, -transport und -verwertung im Blut
- Optimierung des Zellstoffwechsels, Verbesserung der Fettverbrennung, bessere Verwertung von Kohlenhydraten
- Steigerung der körperlichen und mentalen Leistungsfähigkeit
- Kürzere Regenerationszeit
- Stärkung des Immunsystems
Mittlerweile wurde die Zielgruppe ereitert. "Höhe ist hip" - so der Titel eines Artikel des Magazins
ALPIN, das Nutzenspektrum umfasst wohl auch Atemwegserkrankungen, Orthopädische und Metabolische Rehabiltation. Hm, dien Anlagen sind teuer, entrechend will man für gute Ausnutzung sorgen, das Ganze soll sich ja irgendwie rechnen. Dei Stund Höhentraining schlägt mit rund 30 € zu Buche.
Metabolische Rehabilitation? Die Methode wird eingesetzt im Kampf gegen das Matabolische Syndrom (Erhöhte Blutfettwerte , Erhöhtes Cholesterin, Erhöhter Blutdruck, Erhöhter Nüchternblutzuckerwert,
Diabetes mellitus Typ II).
Neben einer allgemein verbesserten körperlichen Fitness zielt das Programm ab auf:
- die Senkung des Blutzuckerspiegels
- die Senkung der Serumtriglyzeride
- die Beeinflussung der Insulinresistenz
- die Regulierung der Insulinproduktion
- einen verbesserten Fettstoffwechsel
- die Optimierung der Atemleistung
- eine Normalisierung des Blutdrucks
- die Stärkung des Immunsystems
Schön und gut! Kann man aber auch mit "normalem" Training erreichen. Und wenn der Leiter des Münchner Zentrums sagt, es kämen auch Leute, die Probleme hätten, in den fünften Stock zu steigen, dann frage ich mich schon, ob da nicht (erstmal) das Treppenhaus als Trainingsort reicht. Ist aber leider nun mal nicht "hip"...